Ich habe schon in einem vergangenen Post davon berichtet und das insgesamt 14 Tage lang: der Bayrische Rundfunk hat etwas aufregendes gewagt und die weltweit erste Snapchat-Soap gedreht. In soweit interessant, dass natürlich alle Videos auf Snapchat (so die Besonderheit von SC), sich nach 24h automatisch löschen. Da meine Zusammenfassung nun ein sehr langer und ausführlicher Post geworden ist, gibt es nun hier (etwas verspätet, aber besser als nie!) Fazit zu #iam.serafina!

Inhalt

Serafina ist 19 und kommt aus München. Später will sie mal irgendwas mit Mode machen. Was ist ihr noch nicht so ganz klar, aber zumindest hat sich sich bei den ein oder anderen Stellen für ein Praktikum beworben. Bisher läuft ihr Leben in geregelten Bahnen – Seit 2 Jahren ist sie mit ihrem Freund Mathis zusammen und auch ziemlich glücklich. Da ihre Eltern z.Z. im Urlaub (Monate?!) sind, wohnt sie auch bei ihm. Als Mathis jedoch „krank“ im Bett liegt und sie ihm nach dem Oktoberfest überraschen will, findet sie ihn mit einem fremden Mädchen im Bett und rennt davon. Verständlicherweise. Verzweifelt und ohne Plan trifft sie auf Vicky. Diese bietet ihr an, erst einmal bei ihr und ihrer Mitbewohnerin Maria in der WG zu wohnen. Damit beginnen für Serafina wohl die chaotischsten und überraschensten 2 Wochen ihres Lebens. Und das alles filmt sie für uns, denn sie ist ein kleiner Snapchat-Junky.

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Von links nach rechts: Maria, Serafina, Vicky

Urheberrecht Foto: Bayrischer Rundfunk

Negatives

Wir haben schon immer gelernt, man fängt zuerst mit dem Negativen an, und dann mit dem Positiven. Als Hinweis: all das geschriebene hier ist meine persönliche subjektive Meinung. Ich snappe auch ein wenig und weiß wie man Snapchat nutzt, würde mich also als Erfahrener, aber nicht Zwanghaften-24h-Snapper bezeichnen. Auch muss man einbeziehen, dass das ganze trotzdem noch eine Soap ist. Und doch: manchmal ist es einfach wahnsinnig übertrieben, wann und wo gesnappt wird. Denn seien wir mal ehrlich: NIEMAND würde bei einem Bewerbungsgespräch snappen. Never ever! Und niemand würde seinen Apothekenbesuch mit der Beratung für die Pille danach snappen. Soweit würde ich mich jetzt doch mal persönlich auf dem Fenster lehnen. Das ist mir persönlich sehr negativ und unrealistisch aufgefallen.

Auch gibt es weitere Momente, wo man nicht snappen würde. Beim Autofahren nicht? Und mal ehrlich, dass ist ja mega geskriptet gewesen: ein Rehunfall. Ja ne ist klar! Auch einige übertriebene Snaps von Serafina waren blöd, z.B. wenn sie Gespräche aufnimmt, iwie heult und das in 2-3 Snaps fast sprachlos aufnimmt… Jedoch verstehe ich das Dilemma, wir sind hier in der Sicht des Beobachters und im Rahmen von Snapchat gefangen und es ist immer noch eine Soap!

Und dann mein letzter Kritikpunkt: Gurkenlimo? Seriously? Was soll das denn? Ich glaube wir sind alle sehr aufgeklärt, dass das eine Gin-Flasche ist. Vielen Dank dafür. Aber ja ja, die Minderjährigen Zuschauer, aber trotzdem!

Abschiedsgurkenlimo… #traurig #aber #frei

Ein von Serafina (@iam.serafina) gepostetes Video am

Positives

Jetzt zu dem Positiven: ich finde einfach die Idee wahnsinnig toll! Endlich mal ein öffentlich-rechtlicher Sender der sich was traut. Es tut mir Leid, aber ich bin ein bisschen stolz auf den Bayrischen Rundfunk! (Sry, ich mache auch ein bisschen „was mit Medien“ und deshalb sind neue „Experimente“ mit den neuen Medien einfach Klasse!). Übrigens wurde das ganze auch angemessen vorbereitet: Der Instagram-Account hat schon eine ganze Weile existiert und wurde fleißig gefüllt!

Die Spontanität durch keinerlei Skript, finde ich gut. Dadurch sind wirklich die ein oder anderen sehr realistischen Snaps entstanden. Doch iwie lässt mich das ganze doch mit den ein oder anderen Fragen zurück: in wieweit ist das jetzt alles geskriptet gewesen? Was stand alles im groben Drehbuch? Ein spontanes Tattoo?!

Ich habe lange drauf gewartet, aber endlich an Tag 4 kamen sie: die berühmten Snapchat-Filter. Sie gehören einfach dazu, und deshalb bin ich froh, dass auch mit den Snapchat Funktionen gespielt wurde. Es wurden die Emojis einbezogen, die Filter, und z.B. auch das Vorspulen für „schnellere“ Videos. Auch schön: es waren trotz der vielen Videos auch Bilder dabei. In jedem Snapchat-Guide kann man den Hinweis auf die Bild-Video-Ausgewogenheit finden und meiner Meinung nach, kann ich das ganze Bestätigen. Ein weiterer Punkt der dazu passt: die Zuschauer wurden einbezogen. Auf Zuschauerfragen wurde geantwortet, es gab Call-to-Actions und das ganze wurde gut umgesetzt. Ich persönlich habe Serafina zwar nicht auf Snapchat geschrieben, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie wohl auch einigen persönlich geantwortet hat. : )

Eine super Idee war (ging wohl auch um die Klickzahlen auf SC), den berühmten Snapchatter und Influencer Riccardo einzuladen. Das gibt dem ganzen ein bisschen Fame und es hat Spaß gemacht, den Tag sich anzuschauen.

Squadpic ?? #riccardocoaching

Ein von Serafina (@iam.serafina) gepostetes Foto am

Nun ist es doch einiges an Text geworden. Ich habe mir die ganzen 14 Tage immer Notizen dazu gemacht, deshalb wohl so viel. Zusammenfassend kann ich sagen, es war ein tolles Experiment was von meiner Seite als Zuschauer funktioniert hat. Außerdem freue ich mich auf weitere Experimente bzgl. verschiedener Social-Media-Kanäle, ob nun vom Bayrischen Rundfunk oder nicht!

Was ist denn Eure Meinung dazu? Habt ihr das ganze Experiment verfolgt und geschaut? Fandet ihr es gut oder habt ihr andere Kritikpunkte dazu?

xoxo Conny

Bildquellen

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